Forschung

Die aktuellen Forschungsprojekte im Bereich Bewegung und Training lassen sich in drei Hauptkategorien einordnen:

  1. Ganzheitliche Bewegungsförderung im Kleinkind- und Vorschulalter (Motorik ABC / Mini-Ballschule)
  2. Bewegungsförderung im frühen und späten Schulkindalter (Ballschule, Ballschule Rückschlagspiele, Ballschule Torschussspiele, Ballschule Wurfspiele, Schwimmfix)
  3. Nachwuchsleistungssport/Talententwicklung

Hinzu kommen eine Reihe von Themen, die der Trainingswissenschaft und Biomechanik im Spitzensport zugeordnet werden können (Spezifität des Krafttrainings, Postactivation Potentiation, Biomechanik des Radsports).

Die Projekte befinden sich in unterschiedlichen Stadien. Für Studierende ist es möglich, in allen nachfolgend skizzierten Bereichen ihre Wissenschaftliche Abschlussarbeit anzu-fertigen. Die Arbeiten tragen durchgängig empirischen Charakter, sodass fortgeschrittene Kenntnisse zu sportwissenschaftlichen Datenerhebungsmethoden und (multivariaten) statistischen Auswerteverfahren erforderlich sind.

Ganzheitliche Bewegungsförderung im Kleinkind- und Vorschulalter

Motorik ABC (Mini-Ballschule)

Mit dem Programm „Motorik ABC“ soll die Leistungsfähigkeit der Klein- und Vorschulkinder frühzeitig, systematisch und nachhaltig gefördert werden. Es wurde von Prof. Klaus Roth vollständig neu konzipiert und in den Jahren 2011 bis 2014 mit Unterstützung der BASF SE und der Manfred Lautenschläger-Stiftung an 147 Kitas in der Metropolregion Rhein-Neckar (MRN) eingeführt. Die umfassenden Input- und Output-Evaluationen wurden 2015 erfolgreich abgeschlossen.

Im Mittelpunkt des Motorik ABC steht die Schulung erster motorischer Basiskompetenzen. Der Buchstabe A steht für die Aneignung und Vervollkommnung grundlegender Bewegungsformen, wie Springen, Werfen, Rollen und Balancieren. Ihre Beherrschung stellt eine Mindestanforderung für die Teilnahme an einer Vielzahl spielerischer und sportlicher Aktivitäten dar. Erst auf dieser Grundlage können einfache sportmotorische Fertigkeiten (B) und die koordinativen Basiskompetenzen (C) geschult werden. Letztere werden als so etwas wie die motorische Intelligenz angesehen. Wer gute koordinative Fähigkeiten hat, lernt zum Beispiel schnell neue Bewegungen, etwa auf einem Musikinstrument, beim Sportunterricht oder beim Tanzen. Solche Kinder bewältigen beim Spielen auch schwierige Bewegungen und können sich viel besser anpassen, wenn sich Situationen rasch und unvorhergesehen verändern.

Motorik ABC (Mini-Ballschule) und Exekutive Funktionen

Das Projekt „Chancengleichheit durch die Stärkung Exekutiver Funktionen (EF) im Vorschulalter“ basiert auf dem positiv evaluierten Programm Motorik ABC, das zielgerichtet um Inhalte aus dem Gebiet der kognitiven Frühförderung ergänzt wird. Ziel ist die Verbesserung der EF und fast noch wichtiger die Angleichung ihres Niveaus am Ende der Kindergartenzeit und damit die Homogenisierung der Bildungschancen möglichst vieler (aller) Vorschulkinder. Dabei wird der Erkenntnis Rechnung getragen, dass der Motorik so etwas wie eine Führungsrolle bei der Entwicklung der kindlichen Persönlichkeit zuzuschreiben ist.

Das Projekt baut auf den neuesten Erkenntnissen aus nationalen und internationalen Studien auf. Die vorliegenden Befunde können zu der folgenden, gleichermaßen einfachen wie wegweisenden „Gedankenkette“ zusammengefasst werden: Die EF (Arbeitsgedächtnis, Inhibition, kognitive Flexibilität) ermöglichen im Kindergartenalter eine bessere Vorhersage der schulischen Leistungen als der IQ (Blair & Razza 2007; Duckworth & Seligman, 2005) und die Schulnoten im Alter von acht Jahren lassen einen ziemlich zuverlässigen Schluss auf die Berufskarriere (Wohlstand) und den Gesundheitsstatus im Erwachsenenalter zu (Kantomaa u. a., 2013; n = 8.061).

Ansprechpartner/innen: Prof. Dr. Klaus Roth, Andrea Michels.

 

Motorik ABC und Abenteuer Essen

Zur ganzheitlichen Bildung von Heranwachsenden gehört auch – ganz zentral –, dass den Kindern und ihren Eltern Kompetenzen für ein gesundes und glückliches Aufwachsen vermittelt werden. Hier gibt es einen erheblichen und kontinuierlich ansteigenden Forschungs-/Förderbedarf. Das dokumentiert sich z. B. darin, dass in Deutschland aktuell 9 % der Kinder und Jugendlichen übergewichtig und 6 % fettleibig sind. Im Kindergartenalter sind die Zahlen mit 6 % und 3 % zwar noch etwas niedriger, trotzdem viel zu hoch. Außerdem beunruhigt die Tendenz, dass der Anteil der zu dicken Kinder in den westlichen Ländern zunimmt.

Sieben Kitas in der MRN haben sich dafür entschieden, neben dem Programm „Motorik ABC“ auch das Projekt „Abenteuer Essen“ durchzuführen. Ausreichende entwicklungsgemäße und freudbetonte körperliche Aktivitäten bilden zusammen mit einer altersgerechten, ausgewogenen Ernährung die wichtigsten Grundsäulen für die Fitness und das Wohlbefinden im Kindesalter.

Die beiden Konzepte basieren mehrheitlich auf identischen Leitsätzen und Prinzipien. Man könnte auch sagen: sie folgen einer gemeinsamen Grundphilosophie. Was liegt also näher, als diese Bildungsmaßnahmen im Kita-Alltag enger zu verbinden? In den Jahren 2016 und 2017 sollen die Möglichkeiten einer gewinnbringenden Verknüpfung systematisch erkundet und entsprechende Materialien dafür erstellt werden.

Ansprechpartner/innen: Prof. Dr. Klaus Roth, Alexandra Brühmann.

 

Bewegungsförderung im frühen und späten Schulkindalter

Ballschule – ABC des Spielen Lernens

Prof. Dr. Klaus Roth hat im Jahr 1998 die Ballschule Heidelberg gegründet. Sie soll das frühere Spielen auf den Straßen, Bolzplätzen und Wiesen ersetzen. Heute arbeitet die Ballschule mit Grundschulen, Sportvereinen und Sportverbänden zusammen und bietet den Kindern die Chance, in freier Form das „ABC des Spielens“ zu erlernen. In der Ballschule wird nicht einfach Fußball, Handball, Basketball oder Hockey gespielt. Zum Einsatz kommen vielmehr eigens konstruierte Baustein-Spiele und Baustein-Übungen. Die sportspielübergreifende Ballschule eignet sich vor allem für die 6- bis 8-Jährigen. Etwa 5.000 Grundschüler Grundschulkinder spielen in der Metropolregion Rhein Neckar wöchentlich in Ballschul-AGs und Sportvereins-Gruppen. Zur Verbesserung des Programms finden kontinuierliche Input-, Prozess- Output- und Outcome-Evaluationen statt.

Input-Evaluation Ballschule

Die Input-Evaluation beinhaltet eine Untersuchung und Bewertung der Ressourcen zur Durchführung der Ballschul-Programme. Gefragt werden die beteiligten Akteure (Kinder, Eltern, Übungsleiter, Schulleiter, Abteilungsleiter usw.) u. a. nach den:

  • Programmressourcen (Ballschule: Bekanntheit, Qualität, Effekte usw.)
  • Umsetzungsressourcen/Personen (Übungsleiter: Qualität, Akzeptanz, Beliebtheit usw.)
  • Umsetzungsressourcen/Sportstätten und Spielmaterial
  • Teilnehmerressourcen (Kinder: Leistungsstand, Motivation, Lernerfolge usw.)

Prozess-Evaluation Ballschule

Mit der Prozess-Evaluation kann die Art und Qualität der Ballschulstunden analysiert werden. Beobachtet und bewertet werden z. B. die:

  • Didaktik und Methodik des Programms (Struktur, logischer Aufbau, Intensität, Spaßfaktor usw.)
  • Informations- und Kommunikationsstrukturen (Beziehungen zwischen ÜL und Kindern)
  • Veränderungen der Rahmenbedingungen (auftretende Störungen, unvorhergesehene Entwicklungen usw.)

Output-Evaluation Ballschule (summative Evaluation)

Die Output-Evaluation erfasst alle unmittelbaren Resultate/Effekte der Ballschule (Prä-/ Posttest-Differenzen), z. B. die:

  • Leistungsfortschritte der Kinder im Bereich des Spielens (Taktik, Koordination, Technik)
  • Vereinseintritte, außerschuliches Sporttreiben usw.

Outcome-Evaluation Ballschule

Ergänzend zur Output-Evaluation werden bei einer Outcome-Evaluation die eher längerfristigen Folgen der Programmteilnahmen untersucht, z. B.:

  • Höherer Grad an langfristigen Vereinsmitgliedschaften
  • Vereinseintritte, außerschuliches Sporttreiben usw.
  • Talentwicklung, Erfolge im Bereich der Sportspiele
  • Ausgleich von motorischen Defiziten

Ansprechpartner: Prof. Dr. Klaus Roth, Gregor Bennek, Maurice Müller, Simon Feißt, Jaronas Hauck

 

Schwimmfix

Das Schwimmfix-Projekt wurde im Schuljahr 2005/2006 von Manfred Lautenschläger initiiert. Es wird seither vom Institut für Sport und Sportwissenschaft der Universität Heidelberg, der Pädagogischen Hochschule und der Stadt Heidelberg organisiert. An Schwimmfix beteiligten sich im Schuljahr 2015/2016 insgesamt 20 Grundschulen. Eine Studie des Instituts für Sport und Sportwissenschaft im Jahr 2009 (Stichprobe: n = 1151 Grundschulen in Baden-Württemberg) belegt die Notwendigkeit der Initiative. Zentrales Ergebnis der Erhebung: in Klasse 2 können 54% und in Klasse 4 immer noch 31% der Grundschüler nicht schwimmen. Das bedeutet, dass die Vorgaben des Bildungsplanes (Ministerium für Kultus, Jugend und Sport, 2004) nicht umgesetzt werden: „Die Grundschüler sollen nicht nur in einer Schwimmart sicher schwimmen können, sondern auch noch weitere Schwimmarten grob beherrschen“ – so der Bildungsplan 2004. Die Schwimmfix-Initiative wirkt auf drei Ebenen:

  • Alle Heidelberger Grundschüler (ehrgeiziges Ziel der Schwimmfix-Initiative) lernen in Kleingruppen schwimmen. An Heidelberger Grundschulen können 91% der Schüler in Klasse 3 schwimmen (Datenerhebung im Schuljahr 2010/2011, Schwimmfix-Unterricht findet in der Klassenstufe 2 statt). Motto: „Viel Spaß im Nass“.
  • Die Lehrassistenten (Studierende des ISSW und der PH Heidelberg) sammeln Unterrichtserfahrung. Motto: „bridge the gap“.
  • Die Lehrer der Grundschulen werden entlastet, denn vor der Installierung des Schwimmfixprojektes hatten sie oft 25 Schülern und mehr (Nichtschwimmer und Schwimmer) unterrichtet. Motto: „insoluble challenge“.

Ansprechpartner: Dr. Klaus Reischle, Prof. Dr. Klaus Roth

 

Nachwuchsleistungssport/Talententwicklung

ML-Talent-Academy

Im Juli 2013 wurde die so genannte ML-Talent-Academy gegründet. Unter der wissenschaftlichen Leitung des ISSW ist sie eine Gemeinschaft aus regionalen Basketballvereinen, Grundschulen und der Ballschule Heidelberg. Das übergeordnete Ziel besteht darin, innerhalb der nächsten 5 bis 10 Jahre begabte Nachwuchsspieler aus dem Rhein-Neckar-Kreis an die Bundesliga heranzuführen. Die Talentsuche findet über verschiedene Maßnahmen vor allem an Grundschulen statt. Für die Talentdiagnostik wurde ein völlig neuer Basketball Check entwickelt, der mit innovativen technischen Elementen einen hohen Aufforderungscharakter besitzt und unter anderem Sofort-Online-Auswertungen (Ausdruck von Urkunden) ermöglicht. Die Talentförderung, die hauptsächlich in den Vereinen stattfindet, wird über ein Trainings-Online-Portal unterstützt.

Ansprechpartner: Markus Schmid, Prof. Dr. Klaus Roth

 

Wissenschaftliche Begleitung des Talentförderprogramms des Golfclubs St. Leon-Rot

Das ISSW und der Golfclub Sankt Leon-Rot (GC SLR) haben speziell für den Masterstudiengang eine enge Kooperation vereinbart. In ihrem Rahmen unterstützt das ISSW die Akademie des GC SLR in der Betreuung, Ausbildung und Förderung der über 500 jungen Golftalente im GC SLR. Ein Themenschwerpunkt ist die Leistungsdiagnostik gemeinsam mit den Mitarbeitern des GC SLR vorzubereiten, zu planen und durchzuführen. Die Leistungsdiagnostik und die Sichtungstage finden zweimal im Jahr (jeweils im Frühjahr und im Herbst) statt.

Ansprechpartner: ISSW:Klaus Weiß, GC SLR: Fabian Bünker

 

Handlungsschnelligkeit als Talentkriterium

Ein disziplinübergreifender Blick in die Rahmentrainingspläne und Talentkonzeptionen verdeutlicht, dass in nahezu allen Spielsportarten Kinder und Jugendliche mit ähnlichen Kompetenzprofilen gesucht und gefördert werden. Im Zentrum steht zumeist ein Konstrukt, das mit dem Begriff der Handlungsschnelligkeit gekennzeichnet wird. Diese umfasst nach allgemeiner Auffassung kognitive (Wahrnehmung, Antizipation, Reaktion, Entscheidung), technisch-koordinative und konditionelle Teilkomponenten (Antrittsschnelligkeit, Schnell-/Reaktivkraft, Ganzkörperstabilisation usw.).

Die bisherigen Versuche zur Erfassung dieser komplexen Leistungsvoraussetzung weisen erhebliche Schwächen und Probleme auf. Mit dem Heidelberger-HST befindet sich ein neuartiger und vielversprechender Test in der Entwicklungs- und Erprobungsphase. Mit ihm werden alle Aspekte der Handlungsschnelligkeit berücksichtigt, von der Messung der Reaktion auf taktische Grundsituationen mit realitätsnaher Videodarbietung über die der motorischen Aktionsschnelligkeit bis hin zu der Angemessenheit (Richtigkeit) der ausgeführten Handlung.

Testablauf:

  • VP läuft durch erste Lichtschranke und löst gleichzeitig das Video aus
  • bekommt Pass in der vorgegebenen Zone (ca. 10m)
  • läuft durch die zweite Lichtschranke und reagiert auf Szene im Video
  • Handlungsalternativen: Durchbruch links oder rechts an der Sperre des Kreisläufers vorbei, Pass nach links oder rechts zum anspielbaren Kreisläufer

Ansprechpartner: Dr. Ina Knobloch, Dr. Mareike Pieper

 

Evaluation des Athletiktrainings im Nachwuchsleistungssport am Beispiel Handball

Im Jahr 2009 startete in Kooperation mit dem Deutschen Handballbund ein bundesweites Stützpunktprojekt. An neun Standorten werden die talentiertesten jugendlichen Handballer sowohl athletisch als auch individualtaktisch betreut. Die Athletikschulungen werden von professionellen Trainern, die Handballeinheiten zumeist von den Landestrainern durchgeführt. Die Stützpunktorte sind Vereinen der ersten und zweiten Handballbundesliga angegliedert: Kronau/Östringen, Wetzlar, Hamburg, Hannover, Magdeburg, Großwallstatt, Berlin, Minden, Dormagen. Ziel ist eine Evaluation der Effektivität der Konditionsschulung mit Blick auf die Talententwicklung der jugendlichen Handballspieler.

Ansprechpartner: Daniel Bukac

 

Evaluation des Athletiktrainings und wissenschaftliche Begleitung des Athletiktests im Nachwuchsleistungssport am Beispiel Radsport

Der Bund Deutscher Radfahrer besitzt seit 1992 ein Nachwuchsprogramm, mit dem eine optimale Ausbildung und Förderung junger Athletinnen und Athleten durch die Vereine und die Landesverbände ermöglicht und vereinheitlich werden soll. Aufgrund von aktuellen sportwissenschaftlichen Erkenntnissen und Erweiterungen um neue Disziplinen (z. B. BMX) ist eine regelmäßige Überarbeitung und Aktualisierung notwendig.

Teil des BDR-Nachwuchsprogrammes ist die Beschreibung der regelmäßig durchgeführten Leistungsdiagnostiken und Athletiktests. Durch eine wissenschaftliche Aufbereitung von Testergebnissen der letzten Jahre soll der Athletiktest evaluiert und verbessert werden.

Ansprechpartner: Dr. Markus Buchner

 

Weitere Projekte

 

Wie spezifisch soll Krafttraining sein?

In der trainingswissenschaftlichen Literatur gilt die Spezifität von Trainingsreizen als eines der wichtigsten Grundprinzipien. Es besagt, dass mit der Ähnlichkeit der Trainingsübungen zu den Test- bzw. Wettkampffertigkeiten die Verbesserungen größer werden. Bezüglich der Bewegungsgeschwindigkeit im Krafttraining stellt dies ein bekanntes Phänomen dar. Werden Spannungsreize zur Verbesserung der Kraftfähigkeit adäquat gesetzt, verringern sich die Bewegungsgeschwindigkeiten im Gegensatz zu vielen sportspezifischen Fertigkeiten enorm. Ein weiterer Aspekt ist die geometrische Spezifität von Trainingsübungen. Wie hoch ist z. B. der Übertrag des Kraftgewinns von beidarmigen/-beinigen Übungen zu einarmigen/-beinigen Fertigkeiten und umgekehrt. In Abschlussarbeiten am ISSW wurde bereits der Einfluss der Ermüdung durch verschiedene Ausführungsvarianten von Körpergewichtsübungen auf die akute Veränderung der Maximalkraftausdauer einer Testübung untersucht. Zahlreiche Fragestellungen bleiben allerdings noch offen.

Ansprechpartner: Daniel Bukac

Postactivation Potentiation – Verbesserung der Muskelleistung durch (sub-)maximale willkürliche muskuläre Kontraktionen

Das Projekt ist der Trainingswissenschaft zuzuordnen und beschäftigt sich mit der Frage, inwieweit das Aufwärmen die nachfolgende muskuläre Leistungsfähigkeit bei Sportlern/innen optimieren kann. Diesbezüglich wird in der wissenschaftlichen Literatur seit einigen Jahren postuliert, (sub-)maximale muskuläre Vorbelastungen (z.B. Kniebeugen mit einem sehr hohen Gewicht) ins Aufwärmen einzubauen, um nachfolgende Schnellkraftleistungen (Sprint, Hochsprung, Diskuswerfen, Schwimmstart …) zu verbessern. Dieses Phänomen wird international als Postactivation Potentiation (PAP) bezeichnet. In Studien soll daher überprüft werden, ob und wie die Sprungkraft als auch die sportartspezifische Leistungsfähigkeit durch die Anwendung eines PAP-Effektes optimiert werden kann.

Ansprechpartner: Dr. Gert Ulrich

Biomechanik im Radsport

In diesem Projekt werden biomechanische Messverfahren genutzt und entwickelt, um leistungsverbessernde und beschwerdemindernde Sitzpositionen und Geometrieveränderungen im Straßenradsport quantitativ zu evaluieren. Dabei wird zur Simulation auftretender Reaktionskräfte im Körper des Athleten die Methode der finiten Elemente (FEM) genutzt.

Das Vorhaben wird in Kooperation mit dem OTZ Maisch in Heidelberg durchgeführt.

Ansprechpartner: Dr. Markus Buchner.

 

 

 

Seitenbearbeiter: E-Mail
Letzte Änderung: 10.08.2016
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