Forschung

Regulatory Focus/Fit im Sportspiel

In diesem Projekt geht es um die Bedeutung des Einflusses von optimaler Passung von Motivation zur konkreten Situation (motivationaler Fit) bei einer Abnahme von handlungsstörenden Stresskomponenten. Im Speziellen geht es um die Bedeutung der Regulatory Focus/Fit Theory im Bereich des Sportspiels und möglicher Interventionsprogramme im Nachwuchs- und Leistungssport, um Leistungen von Sportspieler situativ zu optimieren. Gemäß der Regulatory Fit Hypothese lassen sich Leistungsoutcomes aus einer bestimmten Passung von Eigenschaften der Person und Charakteristika der Aufgabe/Situation vorhersagen.

In Kooperation mit PD Dr. Christian Unkelbach (Universität Heidelberg, Psychologisches Institut, Germany), Dr. Michael Roy
(Elizabethtown College, Department of Psychology, USA), Prof. Dr. Oliver Wolf (Ruhr-Universität Bochum, Fakultät für Psychologie, Germany) & Prof. Dr. Daniel Memmert (DSHS Köln, Institut für Kognitions- und Spielforschung, Germany)

Wenn Sie sich für dieses Projekt interessieren, kontaktieren Sie bitte Henning Plessner.

 

Trainierbarkeit von Schiedsrichterentscheidungen

In diesem Projekt werden Trainingsprogramme für Schiedsrichterentscheidungen konzipiert, entwickelt und evaluiert. Prinzip der Entwicklung ist eine Kombination aus sorgsamer theoretischer Fundierung und Orientierung an den Bedürfnissen der Praxis. Eine Grundannahme des Projekts ist, dass Schiedsrichterentscheidungen in bestimmten Situationen weitgehend auf intuitiver Verarbeitung beruhen. Im Projekt wird weiterhin Forschung durchgeführt, mit dem Ziel, zugrunde liegende Prozesse von Schiedsrichterentscheidungen besser zu verstehen. 

In Kooperation mit Prof. Dr. Ralf Brand (Universität Potsdam, Professur für Sportpsychologie).

Wenn Sie sich für dieses Projekt interessieren, kontaktieren Sie bitte Geoffrey Schweizer.

 

Psychologische Aspekte in der Rehabilitation

In diesem Projekt werden unter anderem zwei kognitiv-motorische Therapiekonzepte in der Rehabilitation untersucht: Das Mentales Training und das Spiegeltraining. Grundlagenwissenschaftlichen Fragestellungen zu den Therapiekonzepten stellen einen Gegenstandsbereich dar. Weiteres Ziel ist die Stützung empirischer Befunde zur Anwendung der kognitiven Trainingsformen in der orthopädischen Rehabilitation sowie die Lieferung weiterer Belege zu den Auswirkungen dieser Methoden.

In Kooperation mit der ATOS Praxisklinik Heidelberg, dem Robert-Bosch Krankenhaus Stuttgart und dem Sportinstitut der Universität Stuttgart.

Wenn Sie sich für dieses Projekt interessieren, kontaktieren Sie bitte Marie Ottilie Frenkel.

 

Selbstregulation und Achtsamkeit in der Schule

Initiatoren: Dr. Marie O. Frenkel (ISSW, Universität HD), PD Dr. Jan Rummel (Psychologisches Institut, Universität HD) und Dr. Marc Jarczok Universitätsklinikum Ulm)

Kooperationspartner: Prof. Dr. Silke Hertel (Institut für Bildungswissenschaft, Universität HD), PD Dr. med. Freia De Bock (MIPH, Medizinische Fakultät Mannheim), Prof. Dr. Henning Plessner (ISSW, Universität HD)

Der achtsamkeitsbasierte Ansatz stellt eine Interventionsstrategie dar, die sich eignen soll die Selbstregulation von Kindern zu unterstützen. Die Schülerinnen und Schüler werden hierbei an gezielte Aufmerksamkeitslenkung herangeführt und erlernen Strategien zur Emotionsregulation, mit deren Hilfe sie effektiver mit Stress umgehen können. Das Forschungsprojekt zielt darauf ab, das Achtsamkeitstraining „8-sam“ (Frenkel, 2014) in ausgewählten Gymnasien in Baden- Württemberg umzusetzen, seine Akzeptanz und Wirksamkeit zu prüfen und bei positiven Ergebnissen im Schulcurriculum zu implementieren. Im Zentrum der Längsschnittstudie steht eine kontrollierte, blockrandomisierte Intervention mit 100 Fünftklässlern aus Schulen in Bruchsal und Karlsruhe. Die Kontrollgruppe nimmt in gleichem zeitlichen Umfang an einem Sozialkompetenztraining teil. Zusätzlich erfolgt eine Befragung der Klassenlehrer sowie der Mütter. Ein Novum des Forschungsprojektes ist, dass die psychologischen Konstrukte Metakognitive Bewusstheit und Exekutive Kontrolle und die physiologischen Prozesse Herzratenvariabilität (HRV) und Cortisolausschüttung sowie deren Wechselwirkung zentraler Untersuchungsgegenstand sind.

Wenn Sie sich für dieses Projekt interessieren, kontaktieren Sie bitte Marie Ottilie Frenkel.

 

Selbstregulation und Achtsamkeit bei Nachwuchstrainerinnen und -Trainern

Initiatoren: Dr. Marie O. Frenkel (ISSW, Universität HD) und Prof. Dr. Henning Plessner (ISSW, Universität HD)

Kooperationspartner: PD Dr. Jan Rummel (Psychologisches Institut, Universität HD), Dr. med. Petra Dallmann (Psychiatrie, Uniklinikum HD), Dr. Corinne Aguilar-Raab und Martin Stoffel (Medizinische Psychologie,  Uniklinikum HD)

Ausländischer Partner: Prof. Dr. Arne Nieuwenhuys (University of Auckland, Neuseeland)

Das Konzept der Achtsamkeit hat in den letzten Jahren vermehrt das Interesse des Spitzensports geweckt. Erste sportpsychologische Studien deuten darauf hin, dass das Erbringen sportlicher Höchstleistung zu einem definierten Zeitpunkt durch das Praktizieren der Achtsamkeit unterstützt werden kann. Wichtig erscheint, dass die größten Effekte sich erzielen lassen, wenn Achtsamkeit im Alltag des Individuums ritualisiert und schon in der Kindheit beziehungsweise Jugend beginnend eingebaut wird (Frenkel, 2017). Kinder und Jugendliche werden durch multiple Anforderungen des Leistungssports häufig mit hohem Leistungsdruck konfrontiert. Daher besteht die Notwendigkeit, die Resilienz von jungen Sportlern systematisch zu unterstützen. Hierfür wird ein Dreischritt vorgeschlagen: 1. die Entwicklung und Evaluation von Achtsamkeitstrainings für junge Spitzensportler (Frenkel, Kubesch & Plessner, 2017), 2. die Entwicklung/Evaluation von achtsamkeitsbasierten Interventionen für Nachwuchstrainer und 3. die systematische Implementierung dieser sportpsychologischen Methode in die Trainerausbildung der Verbände (Pilot Deutscher Turnerbund). Das vorliegende Forschungsprojekt zielt auf den zweiten Schritt ab, erstmalig eine Interventionsstudie mit Trainern aus verschiedenen Sportarten durchzuführen. Grundidee ist dabei, dass nur ein achtsamer Trainer seinen Sportlern Achtsamkeit beibringen kann. Ziel ist daher, die Achtsamkeit der Trainer zu schulen und Interventionseffekte in einem kontrollierten Design systematisch zu untersuchen.

Wenn Sie sich für dieses Projekt interessieren, kontaktieren Sie bitte Marie Ottilie Frenkel.

 

 

Selbstregulation, Sensation Seeking und Psychophysiologie bei Extremsportlern unter Stress

Initiatoren: Dr. Marie O. Frenkel (ISSW, Universität HD) und Prof. Dr. med. Christian Kasperk (Steroidlabor, Uniklinikum HD)

Kooperationspartner: PD Dr. Jan Rummel (Psychologisches Institut, Universität HD), OA Dr. med. Maik Brune (Zentrallabor, Uniklinikum HD), Dr. Florian Engel (ISSW, Universität Heidelberg). Prof. Dr. Henning Plessner und Laura Giessing (ISSW, Universität HD),

Ausländischer Partner: Prof. Dr. Arne Nieuwenhuys (University of Auckland, Neuseeland)

Extremsportlerinnen und -sportler riskieren bei der Ausübung ihres Sports das höchste Gut, ihre körperliche Unversehrtheit. Ein effizienter Umgang mit unerwarteten Situationskomponenten und eine hohe Selbstregulationsfähigkeit ist daher gerade für diese Gruppe von Athleten besonders wichtig. Dem Persönlichkeitsmerkmal Sensation Seeking wird das Potenzial attestiert, die Bewältigung stressreicher Anforderungen im Kontext von Menschenrettung (Rettungswache/ Feuerwehr) zu ermöglichen. Eine unserer Studien mit Sportlern liefert ebenso Hinweise darauf, dass Personen mit hoher Merkmalsausprägung (High Sensation Seeker) unter Stress weniger stark physiologisch und psychologisch beansprucht sind und, dass sie damit bessere Leistungsvoraussetzungen für unerwartete Grenzsituationen im Sport haben (Frenkel et al., re-submitted). Die Effekte des Sensation Seekings auf die physiologische und psychologische Stressreaktion wurden bislang nicht hinreichend empirisch untersucht. Zwar liegen zur Interaktion von Selbstregulation und Sensation Seeking noch keine publizierten Befunde vor, jedoch lassen die theoretischen Annahmen einen Leistungsvorteil von Sportlern mit hoher Ausprägung in beiden Dispositionen vermuten. Zentrales Ziel des Forschungsprojektes ist daher zu prüfen, ob die Ausprägung an Selbstkontrolle und Sensation Seeking die Leistung von Extremsportlern bei der Bewältigung einer Aufgabe aus ihrer Sportart und unter Druck beeinflusst.

Wenn Sie sich für dieses Projekt interessieren, kontaktieren Sie bitte Marie Ottilie Frenkel.

 

Kurzintervention zur Optimierung selbstregulativer Prozesse bei sportspezifischem Stress

Initiatoren: Dr. Marie O. Frenkel (ISSW, Universität HD) und Prof. Dr. Henning Plessner (ISSW, Universität Heidelberg)

Kooperationspartner: PD Dr. Jan Rummel (Psychologisches Institut, Universität HD), Prof. Dr. med. Christian Kasperk (Steroidlabor, Uniklinikum HD), Dr. med. Petra Dallmann (Psychiatrie, Uniklinikum HD), Dr. Falko Frese (Sportmedizin, Uniklinikum HD)

Externe Partner: Dr. Silvain Laborde (Psychologisches Institut, Sporthochschule Köln), Prof. Dr. Arne Nieuwenhuys (University of Auckland, Neuseeland)

 Im Sport sind Athleten nicht nur im Wettkampf, sondern auch im Training unerwarteten Stressoren ausgesetzt. Sportliche Bestleistungen können sie jedoch nur dann abrufen, wenn ihnen die Regulation ihrer Aufmerksamkeit und Emotionen gelingt. Der Zusammenhang zwischen Selbstregulation, Leistung und Stressoren wurde im sportspezifischen Kontext bislang nur in wenigen Laborexperimenten untersucht. Der Heidelberg Sport Stress Test (siehe Habilitationsschrift) ermöglicht die individuelle Stressreaktivität in Antwort auf einen sportspezifischen Stressreiz zu untersuchen. Ein Teil der Probanden zeigte hierbei ungünstige Reaktionen (erhöhtes Cortisol, erhöhte Zustandsangst, eine geringere sportliche Leistung; Frenkel et al., re-submitted). Davon ausgehend stellt sich die Frage, ob eine vorgeschaltete sportpsychologische Kurzintervention diesem Leistungseinbruch entgegenwirken kann. Eine Pilotstudie der Kooperationspartner zeigte bei Nichtsportlern eine Erhöhung der Vagalaktivität durch geleitete, verlangsamte Atemgeschwindigkeit (Slow-Paced-Breathing). Das vorliegende Projekt zielt daher darauf ab, zu untersuchen, ob diese Atemübung selbstregulatorische Prozesse für den Umgang mit einem unerwarteten sportspezifischen Stressor optimieren kann. Zusätzlich werden weitere nebengeordnete Ziele verfolgt: die Präzisierung des Persönlichkeitsprofils wenig gestresster Sportler und die Untersuchung des Zusammenhangs von chronischem Stress und psychischen Erkrankungen wie Depression und Burnout.

Wenn Sie sich für dieses Projekt interessieren, kontaktieren Sie bitte Marie Ottilie Frenkel.

 

 

Seitenbearbeiter: E-Mail
Letzte Änderung: 27.03.2018
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