Weitere Informationen zum ISSW

Das Institut für Sport und Sportwissenschaft (ISSW) ist in seinen Forschungsprojekten mit der Medizinischen Fakultät vernetzt. Zudem gilt das Institut als entscheidender Motor der zukünftigen Sportkonzeption in der Metropolregion. Forschungsprojekte zum Thema Spitzensport und Studium, zur Evaluation von Talentfördermaßnahmen (z.B. das Stützpunktsystem des Deutschen Fußballbundes, DFB), zum Jugendsport oder zu Fragen der Gesundheitsförderung in verschiedenen Settings stehen im Mittelpunkt der Institutsarbeit. National existiert ein langjährig geförderter Forschungsverbund mit der Universität Tübingen und bei größeren empirischen Studien zum Schulsport, die in Kooperation der sportwissenschaftlichen Institute in Augsburg, Essen, Frankfurt und Paderborn sowie der Deutschen Sporthochschule Köln durchgeführt wurden, war das Institut maßgeblich beteiligt. Inneruniversitär werden gemeinsame Projekte mit der Medizinischen Fakultät und dem Psychologischen Institut, auch im Rahmen der Exzellenzinitiative, durchgeführt.

Das Querschnittsthema Bildung und Entwicklung im Lebenslauf wird in enger Kooperation zwischen Bildungswissenschaft, Psychologie, Gerontologie und Sportwissenschaft bearbeitet. Neben der empirischen Schulsportforschung steht insbesondere die Untersuchung von bewegungsbasierten Lern- und Bildungsprozessen, ihrem Beitrag für die kognitive, soziale und Persönlichkeitsentwicklung ebenso wie für die Gesundheit im Kindes- und Jugendalter im Mittelpunkt.

Das Querschnittsthema Beratung, Training und Therapie integriert Forschungsschwerpunkte und Kernkompetenzen des Instituts für Bildungswissenschaft, des Psychologischen Instituts, des Instituts für Sport- und Sportwissenschaft und des Instituts für Gerontologie. Die Entwicklung und Evaluation von Programmen zur Förderung von Gesundheit, Kompetenz und Leistungsfähigkeit erfolgt hier unter zwei komplementären Zugängen; von Interesse sind sowohl am Individuum ansetzende Interventionen als auch Versuche einer entwicklungsförderlichen Gestaltung von Umwelten, Infra- und Organisationsstrukturen. Das Forschungsprofil des Instituts für Bildungswissenschaft soll in den nächsten Jahren Fragen der Beratung stärker akzentuieren. Daneben ist die Frage der Veränderung von Bildungsinstitutionen – nicht zuletzt auch die Schulentwicklung – zentrales Forschungsthema. Die Forschungsaktivitäten am Institut für Sport und Sportwissenschaft konzentrieren sich auf die theoretische Weiterentwicklung, empirische Evaluation und Implementation von innovativen Kindersport- und Gesundheitsprogrammen.

Die inhaltliche Ausrichtung des Instituts wird noch stärker als bisher den Bereich des Kinder- und Jugendsports akzentuieren, der als Teil einer ganzheitlichen Förderung und Erziehung verstanden wird. Damit leistet das Institut einen substanziellen Beitrag zum zentralen Fakultätsthema „Bildung im Lebenslauf“. In diesem Zusammenhang sind in jüngster Zeit vor allem Kooperationen mit dem Psychologischen Institut und der Medizinischen Fakultät aufgebaut worden [kognitive und motorische Entwicklung; interkulturelle Vergleichsstudien zur Entwicklung; Bewegungs- und Ernährungstherapie für adipöse Kinder]. Ein besonderes Kennzeichen der aktuellen und geplanten Forschungsprojekte am Institut besteht darin, dass die ganze Bandbreite von der Prävention und Rehabilitation im Kindes- und Jugendalter bis hin zu Programmen für die [sportliche] Elite in den Blick genommen wird.

 

Forschungsschwerpunkte der Arbeitsbereiche am ISSW werden nachfolgend beschrieben:

Bewegung und Training: Die Schwerpunkte der Forschungsaktivitäten liegen auf der theoretischen Weiterentwicklung, der empirischen Evaluation und der Etablierung von innovativen Kindersportprogrammen. Das international renommierte Programm der Ballschule Heidelberg wird für weitere Zielgruppen erschlossen werden. In Kooperation mit der Kinder- und Jugendklinik werden die Wirkungen einer ressourcenorientierten Bewegungsförderung bei Kindern mit chronischen Erkrankungen systematisch analysiert werden. Als zweiter Schwerpunkt ist die Forschung zur motorischen Entwicklung, auch im interkulturellen Vergleich, zu nennen. Zudem werden in Kooperation mit dem Psychologischen Institut Studien zur gegenseitigen Beeinflussung der kognitiven und motorischen Entwicklung umgesetzt.

Sport und Erziehung: Die Forschungsaktivitäten liegen auf der theoretischen Weiterentwicklung und empirischen Erforschung von Bildungspotenzialen im informellen und institutionalisierten Kinder- und Jugendsport sowie auf der Schulsport- und Unterrichtsforschung. Die Weiterentwicklung und Evaluation von Konzepten der Bewegungserziehung in Kindergärten bilden einen weiteren Schwerpunkt. Im Kontext der Lehramtsausbildung sollen auch Forschungsaktivitäten verstärkt werden, die eine Brücke zwischen Fachdidaktik und empirischer Bildungsforschung schlagen.

Sportpsychologie - Sport, Individuum und Gesellschaft: Im Rahmen der Forschungsarbeit werden verschiedene Grundlagen- und Anwendungsthemen der Sozial- und Sportpsychologie untersucht. Dabei geht es darum, menschliches Erleben und Verhalten im sozialen bzw. sportlichen Kontext zu erklären, vorherzusagen und zu verändern. Ein zentraler Schwerpunkt liegt in der Urteils- und Entscheidungsforschung.

Prävention und Rehabilitation: Die Schwerpunkte liegen auf der Konzeption und Evaluation von Programmen zum betrieblichen Gesundheitsmanagement, auf der Entwicklung von rehabilitativen Bewegungsprogrammen sowie auf der gesundheitsbezogenen Bewegungsförderung für Kinder. Dabei wird auf bestehenden Vernetzungen sowohl mit Forschungseinrichtungen [ZI, DKFZ, Nationales Zentrum für Tumorerkrankungen] als auch mit Unternehmen in der Region [Heidelberger Druckmaschinen AG, MVV, SAP] aufgebaut.

 

Das Institut bietet mehrere Studiengänge mit unterschiedlichen Profilen an. Gemeinsam ist allen Studiengängen, dass das Studium nicht nur theoretisch ausgerichtete Lehrveranstaltungen in den Feldern "Bewegung und Training", "Sport und Erziehung", "Sportpsychologie - Sport, Individuum und Gesellschaft", "Körper, Leistung und Gesundheit" sowie "Arbeits- und Forschungsmethoden" umfasst, sondern im Bereich der "Theorie und Praxis des Sports" sowohl methodisches Wissen als auch motorisches Können für die verschiedenen Berufsfelder vermittelt. Derzeit können folgende Studiengänge studiert werden:

  • Bachelor-Studiengang (B.Sc.) "Sportwissenschaft" (50%) mit und ohne Lehramtsoption
  • Bachelor-Studiengang (B.Sc.) "Sportwissenschaft mit Schwerpunkt Prävention und Rehabilitation“ (75%, 25%)
  • Master-Studiengang (M.Sc.) "Sport und Bewegung im Kindes- und Jugendalter"
  • Lehramt an beruflichen Schulen (Bachelor und Master of Science Wirtschaftspädagogik, Universität Mannheim; Gesundheit und Gesellschaft/Care)
  • Lehramt an Gymnasien im Hauptfach oder Beifach (Staatsexamen; GymPO / WPO; auslaufend)

Weitere Informationen zu Studiengängen finden Sie hier.


Satzung zur Organisation und Nutzung des Instituts für Sport und Sportwissenschaft (ISSW) vom 09.02.2012

 

Seitenbearbeiter: E-Mail
Letzte Änderung: 31.03.2016
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